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06.08.21

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Die RHG Gartenfreunde

Die RHG Gartenfreunde

Neue Serie: Tipps&Tricks aus dem Alltag zweier Gartenfreunde


Der eigene Garten wird für viele Menschen immer wichtiger. Und das nicht nur zur Erholung! Nachhaltigkeit und die Rückkehr zum eigenen Garten-Biogemüse liegen voll im Trend. Mandy Jäckel und Marco Schuck sind zwei Hobby-Gärtner, die genau wissen was sie machen! Sie sind die RHG-Gartenfreunde.

Der Gemüsefarmer

Wenn man Marco in seinem Garten trifft, ist das völlig entspannend. Seine Gemüsefarm ist in einem Top-Zustand. Man sieht sofort, dass hier viel Liebe drinsteckt. Chemie kommt bei ihm nicht in den Garten! Dennoch stellt sich auch für den ausgebildeten Gärtner immer wieder die Frage nach der Sortenauswahl für verschiedene Gemüsesorten. Was denn Market-Gardening Anhänger aber sonst noch ausmacht erzählt er hier im Blog!

 

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„Nun etwas zu mir. Ich bin 35 Jahre jung und komme ursprünglich aus Loßwig. Mittlerweile wohne ich in Torgau. Zum Gärtnern kam ich schon in den frühen 90er Jahren durch meinen Opa! Ich hatte schon damals immer mein eigenes Beet in Opas Garten. So wurde meine Leidenschaft geweckt. Da war es nur logisch das ich nach der Schule eine Ausbildung zum Gärtner erfolgreich absolviert habe. 15 Jahre war ich dann als Gärtner in Uebigau tätig, ehe ich 2020 zu den Stadtwerken Torgau wechselte. Seit 2020 betreibe ich im Nebenerwerb eine Gemüsefarm in Torgau, welche sensationell gut in der Stadt und dem Umland angenommen wurde. Jedes Wochenende kommen Jung und Alt zu mir in den Hofladen, und erfreuen sich meiner Produkte. Von Auberginen bis Zwiebeln gibt's alles in der Saison bei mir zu haben. Selbstverständlich alles in Bioqualität. Denn ich arbeite mit der Natur anstatt gegen sie. Ich setze nur auf biologische Dünger wie Hühnerdungpellets oder Algenkalk. Chemie kommt mir nicht aufs Beet. Die Nachfrage nach meinem Gemüse ist mittlerweile so groß, dass ich mir vorgenommen habe Ende 2021 Anfang 2022 auf eine größere Fläche mit meiner Farm umzuziehen.“

 

Market-Gardening? Was ist das?

Viel Gemüse auf kleiner Fläche – das klingt im ersten Moment nach jeder Menge Düngemittel, aber im Gegenteil: Bei Market Gardening handelt es sich um biointensiven Gemüsebau, der ohne den Einsatz von Maschinen wie zur guten alten Zeit quasi mit der Hand betrieben wird. Das Prinzip stammt bereits aus dem 19. Jahrhundert, und zwar aus Frankreich. Im Jahr 2012 veröffentlichte der Kanadier Jean-Martin Fortier sein Buch „The Market Gardener. Seitdem kann man von einem Trend sprechen. An sich folgt auch Marco Schuck diesem System. Frisches traditionell angebautes Gemüse. Dabei wird zum Beispiel auch auf die Auswahl der Sorten geachtet.

 

So wird gearbeitet! Marcos Dauerbeete

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DAS ARBEITEN AUF DAUERBEETEN

Meine Beete sind dauerhaft angelegt, d.h einmal angelegt werden sie nie wieder umgegraben. Dies ermöglicht ein optimales Wachstum der Pflanzen.

BESSERER WASSERABFLUSS

Da die Saatbeete erhöht angelegt sind ( ca. 15 cm über dem Bodenniveau) kann das Regenwasser abfließen und die Feuchtigkeit wird in Wurzelnähe gehalten.

FRÜHZEITIGE ERWÄRMUNG Da die Beete einige Zentimeter erhöht sind trocknen sie im Frühjahr zeitiger ab und erwärmen sich schneller. Somit kann man früher aussäen und das Wachstum beschleunigt sich.

KEINE BODENVERDICHTUNG

Außerdem werden die Beete nie betreten und schon gar nicht mit schweren Maschinen! Ausschließlich die Wege werden betreten. Dadurch bleibt der Boden locker und die Wurzeln der Gemüsepflanzen können leicht in die Tiefe wachsen.

BESSERE ERNTEERTRÄGE

Auf den Dauerbeeten werden die Pflanzen gleichmäßig auf einem breiten Saatgut verteilt. Dadurch ist eine größere Pflanzendichte möglich. Das heißt höherer Ertrag pro Quadratmeter Kulturfläche.

BODENAUFBAU

Jedes Jahr dieselben Beete zu verwenden, ermöglicht mir die organischen Zuschlagstoffe dort gezielt aufzubringen, wo sie gebraucht werden. Dies ist ökonomisch die günstigste Art einen Boden aufzubauen.

 

Die Tomatenkönigin!

Mandys Welt ist Instagram. Und hier hat sie etwas geschafft, was auch nicht selbstverständlich ist. Mit geteilten Momenten aus ihrem Gemüseparadies hat sie es geschafft 2500 Abonnenten auf ihren Kanal zu locken. Auch hier wird wieder deutlich, dass der bild- und videogetriebene Anbieter Heimat für die verschiedensten Interessen ist. Uns hat es jedenfalls gefreut, dass man auf Insta auch mit Bildern von knackigen Tomaten erfolgreich sein kann. Das geniale an Mandy: In Ihrem Garten findet man ganze 170 Tomatensorten!!! Einfach unglaublich. Herzlich Willkommen bei den RHG Gartenfreunden!

 

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Hallo, ich bin Mandy, 39 Jahre jung und lebe in der Nähe von Torgau.

Ihr findet mich unter dem Namen @Gartenarbeitistmeinyoga auf Instagram, dort poste ich über unseren Garten, meine Tomatenvielfalt und viele andere tolle Gemüsesorten.

Zurzeit haben wir 170 verschiedene Sorten Tomaten im Anbau, fast alles alte samenfeste Sorten.

Von weiß, orange, gelb, rot, lila, schwarz bis grün..alles ist dabei. Gerippt, oval, rund, herzförmig, länglich, gestreift, gepunktet, in unserem Garten findet man alles davon. Die Vielfalt ist riesig und jedes Jahr kommen neue tolle Sorten dazu.

Gartenarbeit ist meine Entspannung zu meiner Arbeit in der Veranstaltungsbranche, hier bekomme ich den Kopf frei und kann neue Energie tanken.

Begleitet mich auf der spannenden Tomatenreise und erfahrt mehr über dieses außergewöhnlich vielfältige Gemüse.  

 

Entgeizen und richtig anbinden

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Tomaten entgeizen oder lieber nicht ?

Bei uns definitiv ja, Geiztriebe (also die Triebe zwischen den Blattachsen) entfernen finde ich persönlich wichtig, sonst hat man bald einen Tomatenjungle durch den man kaum noch durchkommt. Auch das Entfernen der untersten oder zu langer großer Blätter ist bei uns in regelmäßigen Abständen Programm. Und keine Angst, es wächst alles wieder.

Erstens hilft es das Luft an die Pflanze kommt und schützt so vor Krankheiten wie Braunfäule, da die Pflanzen bei Regenwetter besser abtrocknen können. Und zweitens kann sich die Pflanze so auf ihre Früchte konzentrieren. Ihr wollt ja Tomaten ernten und keine Blätter!

Auch das richtige anbinden, in Form einer 8 mit einem weichen Strick ist wichtig, sonst kippt euch die Pflanze um oder kann abbrechen. Plasteschnur oder Kabelbinder haben in unserem Garten nichts zu suchen. Also, die regelmäßige Pflege eurer Pflanzen sollte euch am Herzen liegen. Dann wird es auch was mit einer guten Ernte.