Die RHG Gartenfreunde

Die RHG Gartenfreunde

Neue Serie: Tipps&Tricks aus dem Alltag zweier Gartenfreunde

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Der eigene Garten wird für viele Menschen immer wichtiger. Und das nicht nur zur Erholung! Nachhaltigkeit und die Rückkehr zum eigenen Garten-Biogemüse liegen voll im Trend. Mandy Jäckel und Marco Schuck sind zwei Hobby-Gärtner, die genau wissen was sie machen! Sie sind die RHG-Gartenfreunde.

Der Gemüsefarmer

Wenn man Marco in seinem Garten trifft, ist das völlig entspannend. Seine Gemüsefarm ist in einem Top-Zustand. Man sieht sofort, dass hier viel Liebe drinsteckt. Chemie kommt bei ihm nicht in den Garten! Dennoch stellt sich auch für den ausgebildeten Gärtner immer wieder die Frage nach der Sortenauswahl für verschiedene Gemüsesorten. Was denn Market-Gardening Anhänger aber sonst noch ausmacht erzählt er hier im Blog!

 

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„Nun etwas zu mir. Ich bin 35 Jahre jung und komme ursprünglich aus Loßwig. Mittlerweile wohne ich in Torgau. Zum Gärtnern kam ich schon in den frühen 90er Jahren durch meinen Opa! Ich hatte schon damals immer mein eigenes Beet in Opas Garten. So wurde meine Leidenschaft geweckt. Da war es nur logisch das ich nach der Schule eine Ausbildung zum Gärtner erfolgreich absolviert habe. 15 Jahre war ich dann als Gärtner in Uebigau tätig, ehe ich 2020 zu den Stadtwerken Torgau wechselte. Seit 2020 betreibe ich im Nebenerwerb eine Gemüsefarm in Torgau, welche sensationell gut in der Stadt und dem Umland angenommen wurde. Jedes Wochenende kommen Jung und Alt zu mir in den Hofladen, und erfreuen sich meiner Produkte. Von Auberginen bis Zwiebeln gibt's alles in der Saison bei mir zu haben. Selbstverständlich alles in Bioqualität. Denn ich arbeite mit der Natur anstatt gegen sie. Ich setze nur auf biologische Dünger wie Hühnerdungpellets oder Algenkalk. Chemie kommt mir nicht aufs Beet. Die Nachfrage nach meinem Gemüse ist mittlerweile so groß, dass ich mir vorgenommen habe Ende 2021 Anfang 2022 auf eine größere Fläche mit meiner Farm umzuziehen.“

 

Market-Gardening? Was ist das?

Viel Gemüse auf kleiner Fläche – das klingt im ersten Moment nach jeder Menge Düngemittel, aber im Gegenteil: Bei Market Gardening handelt es sich um biointensiven Gemüsebau, der ohne den Einsatz von Maschinen wie zur guten alten Zeit quasi mit der Hand betrieben wird. Das Prinzip stammt bereits aus dem 19. Jahrhundert, und zwar aus Frankreich. Im Jahr 2012 veröffentlichte der Kanadier Jean-Martin Fortier sein Buch „The Market Gardener. Seitdem kann man von einem Trend sprechen. An sich folgt auch Marco Schuck diesem System. Frisches traditionell angebautes Gemüse. Dabei wird zum Beispiel auch auf die Auswahl der Sorten geachtet.

 

So wird gearbeitet! Marcos Dauerbeete

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DAS ARBEITEN AUF DAUERBEETEN

Meine Beete sind dauerhaft angelegt, d.h einmal angelegt werden sie nie wieder umgegraben. Dies ermöglicht ein optimales Wachstum der Pflanzen.

BESSERER WASSERABFLUSS

Da die Saatbeete erhöht angelegt sind ( ca. 15 cm über dem Bodenniveau) kann das Regenwasser abfließen und die Feuchtigkeit wird in Wurzelnähe gehalten.

FRÜHZEITIGE ERWÄRMUNG Da die Beete einige Zentimeter erhöht sind trocknen sie im Frühjahr zeitiger ab und erwärmen sich schneller. Somit kann man früher aussäen und das Wachstum beschleunigt sich.

KEINE BODENVERDICHTUNG

Außerdem werden die Beete nie betreten und schon gar nicht mit schweren Maschinen! Ausschließlich die Wege werden betreten. Dadurch bleibt der Boden locker und die Wurzeln der Gemüsepflanzen können leicht in die Tiefe wachsen.

BESSERE ERNTEERTRÄGE

Auf den Dauerbeeten werden die Pflanzen gleichmäßig auf einem breiten Saatgut verteilt. Dadurch ist eine größere Pflanzendichte möglich. Das heißt höherer Ertrag pro Quadratmeter Kulturfläche.

BODENAUFBAU

Jedes Jahr dieselben Beete zu verwenden, ermöglicht mir die organischen Zuschlagstoffe dort gezielt aufzubringen, wo sie gebraucht werden. Dies ist ökonomisch die günstigste Art einen Boden aufzubauen.

 

Mehr Gurke für Alle!

Optimaler Ertrag an der Gurkenpflanze

Man sollte Gurken für eine optimale Platzausnutzung an Schnüren nach oben leiten. Am Anfang wird bis zu einer Höhe von ca 60cm jede Blüte und jeder Seitentrieb entfernt. Somit wird das Wurzelwachstum angeregt, was sich wiederum positiv auf die anschließende Fruchtbildung auswirkt. Nun wird nur jede 2. Frucht an der Pflanze belassen, ebenso wird jeder Seitentrieb entfernt.

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Denn trägt eine Pflanze zu viele Früchte, reagiert sie mit Verformungen oder gar Abstoßung! Sobald die Pflanze das Ende der Schnur erreicht hat, lässt man einen Nebentrieb stehen. Den Hauptrieb legt man über die Schnur und lässt ihn nach unten wachsen. Dort lässt man nun jede Frucht am Trieb. Ab der 6. Frucht kappt man den Hauptrieb und lässt den zuvor stehengelassenen Nebentrieb weiterwachsen. Und dann immer so weiter. So kann man theoretisch bis zum Ende der Saison eine Pflanze beernten.

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Beachtet man ein paar Hinweise, klappt es mit den Gurken ausgezeichnet.

Fotos: Marco Schuck

Der Bodendoktor

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Foto: Mit einer Grelinette gibt es Wellnesseinheiten für den Boden!

Wir bauen einen gesunden Boden auf!

Marco macht sich viele Gedanken um seine Pflanzen. Aber er bedenkt auch viele Sachen drum herum! An dieser Stelle erzählt er euch, wie er seinem Boden etwas Gutes tut!

"Ich grabe meine Beete nie um. Viele Leute denken, wenn sie ihren Garten umgraben, würden sie dem Boden etwas Gutes tun. Wenn ich dann versuche zu erklären, dass sie damit dem Boden mehr schaden als helfen, ernte ich immer ungläubige Blicke.

Oma liegt falsch!

Als Antwort bekomm ich dann immer zu hören: Oma und Opa machen das seit Jahrzehnten so. Aber nur weil etwas schon seit Jahrhunderten gemacht wird, muss es ja nicht immer richtig sein. Denn durch das umgraben wird das Bodenleben zerstört und es braucht circa drei Monate, ehe es sich wieder erholt hat. Außerdem holt man durch das umgraben schlafende Unkrautsamen an die Oberfläche, welche dann wieder keimen können.

Abgemulcht & Aufgedeckt

Meine Beete werden mit Kompost und zerkleinenerter Gründüngung abgemulcht und dann 3 bis 4 Wochen mit Silofolie abgedeckt. Keimendes Unkraut wird dadurch erstickt und der Gründünger durch Regenwürmer und Co zersetzt. Nach dem aufdecken wird der Boden mit einer sogenannten Grelinette aufgelockert um eine tiefreichende Belüftung zu gewährleisten. Zuschlagstoffe wie Algenkalk und Hühnerdungpellets werden mittels einer 5 cm tief eingestellten Kreiselegge eingearbeitet. Alle meine Beete sind 75 cm breit. Alle meine Gartengeräte sind auf dieses Maß standardisiert. Das macht das Arbeiten sehr viel ökonomischer! 

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Foto: Ein 75 cm breites Beet mit standardisiertem Rechen

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Foto: Mit Silofolie abgedeckte Beete

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Foto: Mehrere 75 cm breite Beete

Was ist denn das?

Woher der Begriff Grelinette kommt

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Die Biograbegabel ( Grelinette) Die Biograbegabel ist eine große Gabel mit einer breite von 75cm in meinem Fall. Sie ermöglicht eine Lockerung des Bodens in einer Tiefe von ca. 30 cm, ohne ihn dabei zu wenden. Sie ist sehr einfach zu benutzen. Man steigt mit einem Fuß auf die Gabel und sticht so die Zinken in den Boden. Gleichzeitig zieht man die Griffe nach hinten, die Zinken werden dabei leicht nach oben gedrückt. Beim gleichzeitigen rückwärtsgehen zieht man sie wieder heraus. Anders als beim Spaten ist es ein sehr ergonomisches Gerät. Man arbeitet stets aufrecht und damit Rücken schonend. Die Biograbegabel wurde in den 60er Jahren von Andre´ Grelin erfunden.

 

Aufräumen mit einem weit verbreiteten Mythos

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In vielen einschlägigen Gartenforen ist immer wieder zu lesen, dass man Tomaten und Gurken nicht zusammen in einem Gewächshaus an bauen kann. Dieser Mythos ist schlichtweg falsch. Gurken mögen zwar eine feuchte Luft und Tomaten eher trockene, aber eine durchschnittliche Luft ist für beide in Ordnung. Man muss an heißen Tagen nur für ausreichende Belüftung sorgen und darauf achten das die Wurzeln der Gurken ausreichend feucht sind. An besonders heißen Tagen kann man ruhig die Blätter der Gurkenpflanzen mit etwas Wasser benetzen, damit die Blätter bei praller Sonne feucht bleiben können. Bei den Tomaten sollte man aber darauf achten das kein Wasser auf die Blätter gelangt, vor allem im Frühsommer nicht. Um die Mehltaugefahr zu reduzieren halten sie die Blätter der Tomaten so trocken wie möglich. Die Pflanzen also nur in Bodennähe gießen.

 

Salat das ganze Jahr über ernten

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Viele Leute denken, dass man Salate in regelmäßigen Abständen aussäen muss um das ganze Jahr über zu ernten. Selbst auf den Saatguttütchen steht dies so drauf. Doch es geht auch viel einfacher mit deutlich weniger Aufwand. Denn statt die ganze Salatpflanze zu ernten kann man auch einfach immer die äußeren Blätter abpflücken, so werden die kleinen Blätter in der Mitte der Pflanze nicht beschädigt und können schneller wachsen. So kann man bis zu 12 Wochen von einer einzelnen Salatpflanze ernten, ehe sie beginnt zu schießen. Ich ernte mit dieser Methode ununterbrochen Salat von April bis teilweise in den Dezember hinein, je nach Intensität des Winters. Insgesamt säe ich nur 3-mal im Jahr Salat aus.

Schnittwunden und natürliche Heilung

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Frische Schnittwunden an Bäumen: Die meisten Leute sind der festen Überzeugung, dass es von Vorteil ist, größere Schnittwunden nach dem Baumschnitt mit Wundschutzmitteln zu behandeln. Doch das ist falsch. Denn der Baum hat eigene Schutzmechanismen in dem er den geschädigten Bereich isoliert, um so eine eventuelle Infektion zu verhindern. Trägt der Gärtner nun Wundschutzmittel auf die verletzte Stelle auf und schließt so Feuchtigkeit ein, kann dies eine Pilzfäulnis begünstigen. Außerdem wird so der natürliche Heilungsprozess behindert. Man sollte sich immer auf die Selbstheilungskräfte der Bäume verlassen. Weiterhin ist es wichtig beim Baumschnitt immer auf den günstigsten Zeitpunkt für den jeweiligen Baumtyp zu achten.

Tomatenhaken

Mit diesem kleinen Gadget kann man drei mal so viel Tomaten ernten. Viele Hobbygärtner setzen ihr Tomaten in ein kleines Gewächshaus welches meist eine Höhe von 2m aufweist. Ich kenne viele Leute die dann einfach ihr Pflanzen kappen, sobald sie oben angekommen sind. Und jetzt kommt der Tomatenhaken ins Spiel. Vorab muss allerdings am Gewächshausdach über den Tomatenpflanzen ein Draht der Länge nach gespannt werden um später die Tomatenhaken dort anhängen zu können. Dann bindet man die Schnur unten an der Pflanze fest, wickelt ihn um den Stiel und hängt den Haken über der Pflanze, an das zuvor gespannte Drahtseil, an. Nach einiger Zeit wird die Tomate das Gewächshausdach erreicht haben. Nun kommt der Tomatenhaken ins Spiel denn anstatt die Pflanze jetzt zu köpfen, wickelt man einfach etwas Schnur von dem Haken, wickelt ihn um die Pflanze und hängt den Haken einfach um. Dadurch liegt der Stiel der Pflanze dann am Boden und die Pflanze kann wieder weiter wachsen. So sind Gesamtlängen von 5m einer Tomatenpflanze möglich. Und so natürlich auch mehr Ertrag.

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Pflege von Erdbeerpflanzen im März

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Im März kann man mit der Pflege seiner Erdbeerpflanzen beginnen. Als erstes sollte man alle alten Blätter entfernen. Das heißt, man lässt um das Herz 3 Blätter stehen, alles andere wird entfernt. Der März ist auch ein guter Zeitpunkt für die erste Düngung. Zum Beispiel mit verdünnter Brennnesseljauche. Dabei ist zu beachten, dass man eher Kali und Phosphor betont düngt, um die Blütenbildung zu fördern. Würde man nämlich Stickstofflastig düngen, dann bilden sich zuviele große Blätter. Damit steigt dann die Gefahr eines Pilzbefalls. Um einem Pilzbefall vorzubeugen, mögen es Erdbeerpflanzen luftig. Aus diesem Grund sollten auch große Pflanzabstände gewählt werden ( 30 bis 40 cm). Beikraut Entfernung sollte selbstverständlich sein.

 

Knoblauch düngen

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Im März ist der optimale Zeitpunkt um den im Herbst gesteckten Knoblauch mit Stickstoff zu versorgen. Dies ist extrem wichtig für das Wachstum und die Knollenbildung. Sehr gut funktioniert die Düngung mit Flüssigdüngern aus organischem Material. Da im März meist noch keine Brennnesseln zur Verfügung stehen, nehme ich Tierjauche (oder eine passende Alternative aus Ihrem RHG Markt, d.Red.). In meinem Fall ist dies ein Gefäß, zur Hälfte gefüllt mit Hühnermist, und dann aufgefüllt mit Wasser. Dies lässt man dann eine Nacht ziehen und bringt es dann um den Knoblauch aus. Nach 2 Wochen kann man das ganze wiederholen.

Gurken und Kürbisse jetzt aussäen

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Weil Gurken und Kürbisse bzw Zucchini das pikieren meist nicht vertragen, sollte man sie zum vorziehen direkt in einen 9x9 cm Topf säen. Ich persönlich nehme bei dieser Pflanzengruppe keine Anzuchterde, sondern säe direkt in Komposterde. Da sie eine konstante Keimtemperatur von 20 bis 25 °C bevorzugen, stelle ich sie an eine helle Fensterbank im Haus.

Aussaaten im April

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Mit der Aussaat der Melonen kann man jetzt langsam beginnen. Allerdings alles als Voranzucht im Haus. Ebenfalls mit den Gewächshaus Gurken kann man jetzt beginnen Freilandgurken empfehle ich erst ab Ende April auszusäen. Was immer geht sind Radieschen, Möhren und Rettiche, selbstverständlich als Direktsaat ins Freiland. Radieschen könnte man theoretisch das ganze Jahr über anbauen, ich vermeide aber den Anbau im Sommer und bevorzuge den Anbau im Frühjahr und Herbst. Dies hat den einfachen Grund, dass Radieschen im Sommer häufig von Würmern befallen werden und auch schnell in die Blüte gehen. Kohlarten wie Rotkohl, Weißkohl, Spitzkohl, Blumenkohl und Brokkoli kann man ebenfalls jetzt als Voranzucht säen. Mit Bohnen empfiehlt es sich noch bis Ende April zu warten, denn sie vertragen keinen Frost. Wenn man sie Ende April aussät, dann keimen sie ungefähr nach den Eisheilligen. Spinat und Mangold kann man jetzt auch im Haus aussäen. Ebenfalls gehen schon Zwiebeln und verschiedene Lauchsorten. Salate sowieso denn diese kann man das ganze Jahr über anbauen. Kräuter kann man im Allgemeinen auch im April vorziehen.

Gurken und Kürbisse jetzt aussäen (Stand 20. April)

Weil Gurken und Kürbisse bzw Zucchini das pikieren meist nicht vertragen, sollte man sie zum vorziehen direkt in einen 9x9 cm Topf säen. Unser Gartenfreund nimmt bei dieser Pflanzengruppe keine Anzuchterde, sondern sät direkt in Komposterde. Da sie eine konstante Keimtemperatur von 20 bis 25 °C bevorzugen, stellen wir sie an eine helle Fensterbank im Haus.

 

Arbeiten am Knoblauch im Mai

 

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Viele Leute werden jetzt feststellen, dass am Knoblauch einige Blätter gelb werden, vor allem die unteren. Dies ist aber völlig normal, solange die oberen saftig grün sind. Ursachen dafür können durchaus Stickstoffmangel oder Stress durch Hitze/ Trockenheit sein. Man könnte jetzt zum Beispiel nochmal einen Flüssigdünger aus Hühnnerkotjauche ( Hühnerkot in Wasser gelöst) ausbringen. Ganz wichtig ist auch ein Unkrautfreies Beet, denn Knoblauch braucht viel Licht.Unkraut würde den Knoblauch nur unnötig beschatten. Dies bedeutet weniger Fotosynthese, ergo kleinere Knollen.

Die Schnecken-Alternative

Es ist auch möglich einen schneckenarmen Garten ohne Schneckenkorn zu schaffen. Was tatsächlich hilft, ist das Ausbringen von getrockneter Minze, zerbröselt über den Gemüsepflanzen. Vereinzelt wird sich zwar doch noch die ein oder andere Schnecke zu einer Gemüsepflanze verirren, aber nicht mehr so invasiv wie sonst nach einem Regenschauer. Unterstützend kann man auch noch frische Wolle vom Schaf als Mulchschicht ausbringen. Beides kombiniert ist der Ultimative Tipp gegen Schnecken.

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Vorbeugende Maßnahmen gegen die Kraut und Braunfäule

Die Tomatenpflanzen sollte man luftig halten. Damit trocknet die Pflanze, wenn sie denn mal nass geworden ist, schneller ab. Dies verhindert dass die Pilzspore der Braunfäule sich vermehren kann. Also ist im Tomatengewächshaus eine niedrige Luftfeuchtigkeit von Vorteil. Immer nur direkt an der Pflanze gießen ist auch eine Maßnahme um die Luftfeuchtigkeit niedrig zu halten. Außerdem ist regelmäßiges ausgeizen sinnvoll. Den Boden um die Pflanze kann man auch mit Rasenschnitt mulchen.

 

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Marcos Tomaten haben viel Platz und Luft um sich ideal zu entwickeln.

 

Warum Gurken gelb werden.

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Viele Leute haben das Problem, dass die Gurken, die sich an der Pflanze gebildet haben, gelb werden, zusammenschrumpeln und schließlich abfallen. Es gibt meist 3 Gründe woran dies liegt:

Der erste Grund könnte sein, dass die Pflanze an sich noch nicht groß und kräftig genug ist um die Frucht zu ernähren. Wenn dies der Fall ist werden die ersten Früchte abgeworfen damit die Kraft weiter in das Wachstum der Pflanze gesteckt werden kann.

Der zweite Grund könnte in zu vielen Früchten liegen. Denn dann ist auch die Versorgung der Pflanze beeinträchtigt, und es werden Früchte abgeworfen.

Und als dritter Grund kommen Trauermücken in Frage. Diese schädigen die Wurzel, und um zu überleben werden dann Früchte der Pflanze abgeworfen.

 

Einen neuen Garten (market garden) anlegen.

Viele kleine Details gibt es zu beachten, welche aber auf lange Sicht das Leben leichter machen. Zuerst muss man den Boden analysieren, um zu überprüfen ob der Boden überhaupt geeignet ist um dort einen market garden anzulegen. Verfügbarkeit von Wasser und Strom ist dann der zweite wichtige Punkt. Nun kann man an die Infrastruktur gehen.

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Wichtig ist die zentrale Lage des Werkzeugschuppens, der Lagerräume und Kühlzelle, sodass man immer alles in kürzester Zeit erreichen kann. Dann sollte man alle Beete standardisieren. Das heisst jedes Beet sollte gleich lang und breit sein. So muss man zum Beispiel nicht erst passende Silofolie zum abdecken suchen, denn alle Folien können so gleich lang sein.

Auch bei der Tröpfchenbewässerung muss man dann nicht die passende raus suchen, denn alle Stränge sind ja gleich lang. Auch bei der Gemüseplanung ist es so einfacher zu berechnen wieviel Pflanzen man für das Beet benötigt. Alles weitere bring dann die Zeit und die Erfahrung. Man findet immer wieder etwas was man optimieren kann.

 

Anbau von Melonen im Freiland

Ja es funktioniert tatsächlich auch bei uns in Deutschland, Melonen im Freiland anzubauen.

Dieses Jahr habe ich mit der Voranzucht im April begonnen. Ganz ohne Kunstlicht oder Heizung.

Ich säe die Melonen in Multitopfpaletten einzeln aus und stelle sie dann in ein ganz normales Doppelstegplatten Gewächshaus. Anfang Juni setze ich die Jungpflanzen dann ins Freiland.

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Dazu dünge ich das Beet ordentlich mit Kompost und Pferdemist, denn Melonen sind Starkzehrer und benötigen viele Nährstoffe.

Da Melonen wärmeliebende Pflanzen sind, pflanze ich sie auf Mulch Folie. Dadurch wird der Boden schön erwärmt bzw. speichert die Wärme besser. Und die Verdunstung des Wassers wird minimiert. Bewässert wird bei mir mit sogenannten Tropfschläuchen. Weil man die Blätter nach Möglichkeit nicht mit bewässern sollte, denn dadurch erhöht sich die Chance, dass die Pflanzen Mehltau bekommen.

 

Warum der Salat "schießt"

Im Sommer passiert es des Öfteren, dass der Salat zu blühen beginnt. Die Pflanze verändert dabei ihr typisches Aussehen und wächst bis zu 1m in die Höhe. Dann bilden sich nur noch kleine Blätter und schließlich die Blüten. Die Blätter der gesamten Pflanze sind dann ungenießbar, weil sie bitter sind. Eigentlich sind Salate 2-jährig, das heißt normalerweise blühen sie erst im 2. Jahr nach Aussaat. Doch durch Stress kann der Salat auch schon im ersten Jahr blühen. Stressursachen können zu dichte Bepflanzung, Schädlinge oder zu warmes und zu trockenes Wetter sein.

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Was kann man tun, damit der Garten im Sommer weniger Wasser braucht?

Den Boden mithilfe von organischem Material aufwerten! So kann die Wasserspeicherfähigkeit verbessert werden. Was auch hilft, ist das Abmachen des Bodens zum Beispiel durch Rasenschnitt. Somit wird die Verdunstung deutlich reduziert. Pflanzen nicht zu sehr mit Dünger verwöhnen! Wird das im Jungpflanzen Stadium gemacht, dann bilden sie kein großes Wurzelsystem, da die Nährstoffe ja alle relativ nah an der Oberfläche sind. Pflanzabstände so wählen, dass man im Sommer wenn die Pflanzen groß sind, keinen Boden mehr sieht, dies hilft bei der Reduzierung der Verdunstung enorm.

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Gründünger wertet auf

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Durch eine Gründüngung kann man seinen Gartenboden deutlich aufwerten. Pflanzen welche den Boden begrünen und ihn auflockern werden als Gründünger bezeichnet. Sie lockern selbst stark verdichtete Böden bis in tiefe Schichten wieder auf. So muss man im Herbst auch nicht mehr umgraben. Lupinen, Klee, Buchweizen und Phacelia gehören unter anderem zu besagten Pflanzen.

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Der Düngeeffekt kommt zur Geltung in dem man die Pflanzenreste nach Ende der Vegetation in den Boden einarbeiten. Ich säe meinen Gründünger immer Mitte September auf leer gewordene Beete aus. Im Februar mulche ich die Pflanzen dann mit dem Rasenmäher ab und decke die Pflanzenreste dann für 4 bis 5 Wochen mit meiner Silofolie ab.

Nach den 5 Wochen ist dann kaum noch etwas von den Pflanzenresten zu sehen, da die Bodenlebewesen den größten Teil zersetzt haben.

 

Herbstliche Gartentipps

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Wichtig ist es im Herbst den Wetterbericht zu verfolgen, denn die ersten Nachtfröste stehen bevor. Deshalb ist jetzt die richtige Zeit um das ganze Wärmeliebende Gemüse, wie Tomaten, Paprika und Auberginen, abzutreten. Für Winterzwiebeln und Knoblauch wäre jetzt außerdem der perfekte Zeitpunkt um gesteckt zu werden.

Wenn dann der Laubfall einsetzt, kann man gerne einen Haufen liegen lassen für die Igel. Von dem Obstbäumen sollte man die "Fruchtmumien"entfernen. Das sind alte Früchte die schon verfault sind, aber noch am Baum hängen. Dort nisten nämlich Schädlinge drinnen bzw krankheiten, und diese möchte man ja für die nächste Ernte vermeiden.

 

Wintersteckzwiebeln

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Als erstes sollte man sich den passenden Ort im Garten suchen, und dabei bedenken, dass das Beet dann bis zum Sommer belegt sein wird. Außerdem sollten die letzten 4 Jahre dort keine Lauchgewächse gestanden haben. Düngen braucht man das Beet dieses Jahr nicht mehr. Aber im Frühjahr ist eine Düngung dann umso wichtiger, damit die Zwiebeln dann richtig Gas geben können. Der Reihenabstand sollte 20 cm betragen und in der Reihe reichen 10 cm vollkommen aus. Und 5 cm tief.

 

Physalis erfolgreich anbauen

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Seit 5 Jahren baue ich schon erfolgreich Physalis an. Heute möchte ich euch mein Vorgehen vorstellen. Mit der Aussaat beginne ich schon relativ früh im Jahr, nämlich im Januar. Bei der Ausaat ist darauf zu achten dass ihr eine Temperatur von mindestens 20 Grad erreicht. Außerdem müsst ihr euch Gedanken über die künstliche Beleuchtung eurer Pflanzen machen.

Denn mindestens 10h Licht sollten die jungen Pflanzen schon bekommen. Dies ist allerdings im Januar in Deutschland aufgrund der Tageslänge nur mit künstlichem Licht möglich. Nach ca. 4 Wochen könnt ihr dann die Pflanzen pikieren. Mitte April könnt ihr die Pflanzen dann langsam an die Sonne im Freiland gewöhnen, in dem ihr sie tagsüber rausstellt. Anfang Juni dürfen die Physalis dann ins Freiland gesetzt werden.

 

Alle Bilder: Marco Schuck/RHG/Canva

 

Die Tomatenkönigin!

Mandys Welt ist Instagram. Und hier hat sie etwas geschafft, was auch nicht selbstverständlich ist. Mit geteilten Momenten aus ihrem Gemüseparadies hat sie es geschafft 2500 Abonnenten auf ihren Kanal zu locken. Auch hier wird wieder deutlich, dass der bild- und videogetriebene Anbieter Heimat für die verschiedensten Interessen ist. Uns hat es jedenfalls gefreut, dass man auf Insta auch mit Bildern von knackigen Tomaten erfolgreich sein kann. Das geniale an Mandy: In Ihrem Garten findet man ganze 170 Tomatensorten!!! Einfach unglaublich. Herzlich Willkommen bei den RHG Gartenfreunden!

 

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Hallo, ich bin Mandy, 39 Jahre jung und lebe in der Nähe von Torgau.

Ihr findet mich unter dem Namen @Gartenarbeitistmeinyoga auf Instagram, dort poste ich über unseren Garten, meine Tomatenvielfalt und viele andere tolle Gemüsesorten.

Zurzeit haben wir 170 verschiedene Sorten Tomaten im Anbau, fast alles alte samenfeste Sorten.

Von weiß, orange, gelb, rot, lila, schwarz bis grün..alles ist dabei. Gerippt, oval, rund, herzförmig, länglich, gestreift, gepunktet, in unserem Garten findet man alles davon. Die Vielfalt ist riesig und jedes Jahr kommen neue tolle Sorten dazu.

Gartenarbeit ist meine Entspannung zu meiner Arbeit in der Veranstaltungsbranche, hier bekomme ich den Kopf frei und kann neue Energie tanken.

Begleitet mich auf der spannenden Tomatenreise und erfahrt mehr über dieses außergewöhnlich vielfältige Gemüse.  

 

Entgeizen und richtig anbinden

 

Tomaten entgeizen oder lieber nicht ?

Bei uns definitiv ja, Geiztriebe (also die Triebe zwischen den Blattachsen) entfernen finde ich persönlich wichtig, sonst hat man bald einen Tomatenjungle durch den man kaum noch durchkommt. Auch das Entfernen der untersten oder zu langer großer Blätter ist bei uns in regelmäßigen Abständen Programm. Und keine Angst, es wächst alles wieder.

Erstens hilft es das Luft an die Pflanze kommt und schützt so vor Krankheiten wie Braunfäule, da die Pflanzen bei Regenwetter besser abtrocknen können. Und zweitens kann sich die Pflanze so auf ihre Früchte konzentrieren. Ihr wollt ja Tomaten ernten und keine Blätter!

Auch das richtige anbinden, in Form einer 8 mit einem weichen Strick ist wichtig, sonst kippt euch die Pflanze um oder kann abbrechen. Plasteschnur oder Kabelbinder haben in unserem Garten nichts zu suchen. Also, die regelmäßige Pflege eurer Pflanzen sollte euch am Herzen liegen. Dann wird es auch was mit einer guten Ernte.

 

Goldener Herbst: Wenn Mißerfolge etwas Gutes haben!

 

Auch Mandy hat im September 2021 wieder einiges aus ihrer Gartenwelt zu berichten:

„Nun ist er also gefühlt da: Der Herbst! Während ich diese Zeile schreibe, weile ich gerade unter der warmen Adriasonne. Sobald ich zurück bin geht es natürlich weiter im Garten. Vor meiner Urlaubsreise mussten wir leider schon alle Tomaten entfernen. Die Braunfäule hatte mir in dieser Saison einfach zu stark zugesetzt! Alle 170 Pflanzen mussten herausgerissen werden. Ich kann euch sagen: Das zerreißt einem passionierten Hobbygärtner wahrlich das Herz! Aber es lehrt einem auch unheimlich viel. Über Vergänglichkeit, Erfolge, Scheitern und die Chance immer wieder Neues auszuprobieren. Man darf sich von Fehlschlägen nicht entmutigen lassen! Gartenarbeit ist für mich, wie es mein Instagram Profil ja verrät, Entspannung und die Möglichkeit den Kopf freizubekommen.

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Wenn Mandy erntet, glauben nicht alle, dass hier nur Tomaten zu finden sind.

Zeit für Gründünger

Jedes Jahr im Herbst, wenn der Acker leerer wird und die Sonne immer zeitiger untergeht, fragt man sich, ob man sich das im Frühjahr alles wieder antut. Und ja, man macht es natürlich. Es wird Saatgut getauscht, neues gekauft, und die Vorfreude steigt. Endlich wieder die Hände in die Erde stecken, da freu ich mich jetzt schon drauf. Nun heißt es aber erstmal Ruhe walten lassen: Den Acker von alten Pflanzen befreien und einen Gründünger aufbringen z.B. Senfsaat, Phacelia oder  Buchweizen. Ich habe mich dieses Jahr für Phacelia entschieden, die Vorteile  eines Gründüngers sind folgende: Er bindet Stickstoff im Boden, der Boden wird mit Humus angereicht, verdichtete Erde wird aufgelockert. Der Gründünger bietet eine Nahrungsquelle für Insekten. Darüber hinaus wird Unkrautwachstum  auf  Brachflächen unterdrückt und der Regen plätschert nicht, sondern kann langsam von der Erde aufgenommen werden. Also, schaut euch nach Gründünger um und legt los.. nach dem Gartenjahr ist vor dem Gartenjahr. Ich wünsch euch einen goldenen Herbst!"

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